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Myzel-Komposite haben in letzter Zeit zunehmendes Interesse als biologisch abbaubare Materialien mit vielversprechenden Eigenschaften erhalten, die sie zu potenziellen Ersatzstoffen für verschiedene erdölbasierte Kunststoffe, insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS), machen. Bisher wurde jedoch nur ein kleiner Teil der verschiedenen Kombinationen von Pilzen und lignocellulosischem Abfall beschrieben, wobei der Schwerpunkt hauptsächlich auf landwirtschaftlichen Substraten und einer Handvoll von Pilzen lag. Daher ist es wichtig, die Eigenschaften unterschiedlicher Myzel-Komposite zu untersuchen und die Einflüsse von Nachbearbeitungsoptionen zu vergleichen. In dieser Studie wurden Komposite unter Verwendung von zwei verwandten Weißfäule-Pilzen, nämlich Trametes versicolor und Trametes pubescens, sowie Buchenholzschnitzeln hergestellt, wobei ein Teil der Komposite heiß gepresst wurde. Die mechanischen Eigenschaften der Verbundmaterialien waren vergleichbar oder sogar überlegen im Vergleich zu denen von EPS. T. pubescens bedeckte das Substrat mit einem dickeren, aber schaumartigeren Myzel als T. versicolor, was eine höhere Zugfestigkeit und Bruchdehnung aufwies, jedoch auch eine höhere Entflammbarkeit. Die Wasseraufnahme der Myzel-Komposite bei erhöhter relativer Luftfeuchtigkeit konnte durch heißes Pressen verringert werden. Die Untersuchung der Abhängigkeit der Materialeigenschaften nach dem heißen Pressen offenbarte deutliche Unterschiede, wie eine verminderte Hydrophobizität in Bezug auf den Kontaktwinkel mit Wasser und das Zusammenwachsen von aerialen Hyphen für T. versicolor, jedoch nicht für T. pubescens, sichtbar gemacht mit Rasterelektronenmikroskopie. Darüber hinaus nahm die Brucharbeit für Proben von T. versicolor zu, während sie für solche von T. pubescens nach dem heißen Pressen abnahm. Diese Studie zeigt, dass die Auswahl der Pilzart ein wichtiger Faktor sein kann, wenn das heiße Pressen von Myzel-Kompositen in Betracht gezogen wird.
Nussbaumer et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.