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Menschen sind zunehmend gezwungen, Verantwortung für ihre Gesundheit und Krankheitsverläufe zu übernehmen. Die bestehende Literatur zu dem, was man als Selbstpflege bezeichnen könnte, weist auf die Wege hin, wie öffentliche Gesundheitsinitiativen den Transfer der Governance auf den Einzelnen durch Kampagnen gefördert haben, die körperliche Aktivität und Ernährung unter anderem bewerben. In der Zwischenzeit könnten kulturelle Trends durch die zunehmende Bedeutung von komplementärer und alternativer Medizin (KAM) verstärkt und/oder transformiert worden sein, die oft einen Fokus auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung für die Erreichung von Gesundheit und Wohlbefinden beinhalten. Dieser Artikel untersucht die zeitgenössischen Selbstpflegepraktiken von Frauen und die Logiken, die ihren Ansätzen zu Gesundheit, Krankheit und Heilung zugrunde liegen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass, obwohl diese Frauen oft positiv hinsichtlich der Aussichten, autonome Entscheidungsträger zu sein, waren, ihre Suche nach Alternativen und Praktiken der Selbst (Gesundheits)pflege in bestimmten Fällen problematisch sein kann und als Reproduktion neoliberaler Governance-Formen und ihrer abgeleiteten Ungleichheiten betrachtet werden kann.
Broom et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.
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