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Diese Zusammenfassung fasst die interdisziplinäre Forschung zur Erkrankung des trockenen Auges (DED) zusammen, die seit den Berichten der TFOS DEWS II von 2017 veröffentlicht wurde. Sie umfasst 7 Themen, darunter Geschlecht, Gender und Hormone; Epidemiologie; Pathophysiologie; Tränenfilm; Schmerz und Empfindung; iatrogene trockene Augen; sowie das Design klinischer Studien und untersucht, wie jedes dieser Themen die diagnostische Methodik, den Subtyp der Erkrankung und das Management von DED beeinflusst. Geschlechts- und geschlechterbezogene Unterschiede beeinflussen die Augenoberfläche signifikant aufgrund von Hormonen, Geschlechtschromosomen, geschlechtsspezifischen autosomalen Faktoren, Epigenetik, Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten sowie Nutzung von Dienstleistungen. Epidemiologische Daten zeigen, dass die Prävalenz von DED je nach Alter und Geschlecht variiert, beeinflusst durch diagnostische Kriterien und die multifaktorielle Natur der Erkrankung. Neue Risikofaktoren für DED umfassen Umweltfaktoren, Iatrogene, systemische Krankheiten und Lebensstil. Pathophysiologische Unterschiede zwischen wässrigen Mängeln und anderen verdampfenden Formen von DED wurden geklärt, wobei letztere meist durch eine gedämpfte Entzündungsreaktion an der Augenoberfläche, Meibomdrüsen-Dysfunktion und möglicherweise phänotypische Veränderungen in den hornhautepithelialen Zellen gekennzeichnet sind. Es gibt eine sich erweiternde Rolle für metabolisierte, hormonelle, physische, neuronale und zelluläre Belastungen, einschließlich Hyperosmolalität, mitochondrialem Stress und neurogener Entzündung. Fortschritte in der Forschung zum Tränenfilm empfehlen neue Ansätze zum Verständnis der DED-Pathogenese und zur Identifizierung von Biomarkern, wie z.B. Mikro-RNAs. Die Wahrnehmung von Augenreizungen ist mit der strukturellen Integrität der Hornhautnerven, den funktionalen Fähigkeiten der Neuronen und der Aktivität des zentralen und peripheren Nervensystems verbunden. Iatrogene DED kann aus Medikamenten, Kontaktlinsen und chirurgischen Verfahren resultieren. Klinische Studien betonen nun die Ausrichtung des Designs und der Endpunkte auf DED-Subtypen und therapeutische Mechanismen, wobei neue Therapeutika und Studiendesigns in Betracht gezogen werden.
Stapleton et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.