Key points are not available for this paper at this time.
Obwohl Frakturen bei sowohl der pädiatrischen als auch der, insbesondere, älteren Bevölkerung eingehend untersucht wurden, wurde der Altersgruppe dazwischen vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Daher nutzten wir die umfassenden (stationären und ambulanten) Datenressourcen des Rochester Epidemiology Project, um Inzidenzraten für alle Frakturen bei jungen Erwachsenen (Altersspanne, 18 bis 49 Jahre) in Olmsted County, Minnesota, von 2009 bis 2011 zu bestimmen und verglichen die Verteilung der Frakturorte und -ursachen in dieser jungen Erwachsenenkohorte mit denjenigen älteren Bewohnern ab 50 Jahren. Während des 3-jährigen Studienzeitraums erlitten 2482 Bewohner von Olmsted County im Alter von 18 bis 49 Jahren eine oder mehrere Frakturen. Es gab 1730 Frakturen bei 1447 Männern im Vergleich zu 1164 bei 1035 Frauen, und die altersangemessene Inzidenz aller Frakturen war bei den Männern um 66 % höher (1882 95 % Konfidenzintervall 1793-1971 versus 1135 95 % KI 1069-1201 pro 100.000 Personenjahre; p < 0,001). Von allen Frakturen resultierten 80 % aus schwerem Trauma (z. B. Verkehrsunfälle) im Vergleich zu 33 % bei Bewohnern von Olmsted County im Alter von ≥50 Jahren, die von 2009 bis 2011 eine Fraktur erlitten. Jüngere Bewohner (im Alter von 18 bis 49 Jahren) hatten im Vergleich zu älteren Bewohnern (im Alter von ≥50 Jahren) einen größeren Anteil an Frakturen der Hände und Füße (40 % versus 18 %) mit relativ wenigen Frakturen an traditionellen Osteoporose-Frakturstätten (14 % versus 43 %). Wirbelkörperfrakturen waren immer noch eher das Ergebnis von moderatem Trauma als an anderen Stellen, insbesondere bei jüngeren Frauen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass während pädiatrische und ältere Populationen oft Frakturen nur durch moderates Trauma erleiden, junge Erwachsene, und häufiger Männer, Frakturen hauptsächlich an nicht-osteoporotischen Stellen aufgrund signifikanterer Traumata erleiden. © 2017 American Society for Bone and Mineral Research.
Farr et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.