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Die Geschwindigkeiten und Selektivitäten von Wasserstoffatom-Abstraktionsreaktionen elektrisch neutraler Radikale hängen bekanntermaßen von polarer Effekte ab, die im Übergangszustand wirken. Somit abstrahiert eine elektrophile Spezies wie ein Alkoxylradikal Wasserstoff viel leichter von einer elektronisch reichen C–H-Bindung als von einer elektronisch armen, die ähnlich stark ist. Die Grundlage der Polaritätsumkehr-Katalyse (PRC) besteht darin, eine einstufige Abstraktion, die aufgrund ungünstiger polarer Effekte langsam ist, durch einen zweistufigen Prozess zu ersetzen, in dem die Radikale und Substrate polaritätsangepasst sind. Diese Übersicht untersucht das Konzept der PRC und beschreibt ihre Anwendung in verschiedenen Situationen, die für die mechanistische und synthetische organische Chemie relevant sind.
Brian P. Roberts (Fr,) hat diese Frage untersucht.