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Bislang wurde das modernste empirische Schlappendelaysmodell zur Verarbeitung von Beobachtungen aus radio-satellitengestützten geodätischen Techniken durch eine Kombination aus zwei empirischen Modellen bereitgestellt. Diese sind GPT (Globale Druck- und Temperaturmodelle) und GMF (Globale Abbildungsfunktion), die beide auf der Grundlage langfristiger Mittelwerte von Oberflächenwerten aus numerischen Wettermodellen arbeiten. Schwächen in GPT/GMF, insbesondere ihre begrenzte räumliche und zeitliche Variabilität, wurden weitgehend beseitigt durch ein neues, kombiniertes Modell GPT2, das Druck, Temperatur, Temperaturgradient, Wasserdampfdruck und Abbildungsfunktionskoeffizienten an jedem Standort zur Verfügung stellt und auf einem globalen 5°-Raster von Durchschnittswerten sowie jährlichen und halbjährlichen Variationen in allen Parametern beruht. Auf Basis von ERA-Interim-Daten liefert GPT2 verbesserte empirische Schlappendelays für geophysikalische Studien. Im Vergleich zu GPT/GMF erzielt GPT2 eine Reduzierung der jährlichen und halbjährlichen Amplitudenunterschiede in den Stationshöhen um 40 % im Vergleich zu einer Lösung, die auf sofortigen lokalen Druckwerten und den Wiener Abbildungsfunktionen 1 basiert, wie anhand einer Reihe globaler VLBI (Very Long Baseline Interferometry)-Lösungen gezeigt wird.
Lagler et al. (Di,) untersuchten diese Frage.
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