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Der sozioökonomische Status (SES) ist ein entscheidender Faktor für Gesundheitsanfälligkeiten und soziale Zugehörigkeiten. Um festzustellen, ob SES in kurzen Mustern nonverbalen Verhaltens signalisiert wird, ließen wir Teilnehmer mit unterschiedlichen SES-Hintergründen in eine kurze Interaktion mit einem Fremden eintreten. Videos von 60-sekündigen Ausschnitten dieser Interaktionen wurden auf nonverbale Hinweise für Disengagement und Engagement codiert, und Schätzungen des SES der Teilnehmer wurden von naiven Beobachtern bereitgestellt, die diese Videos ansahen. Wie durch Analysen der Ressourcenabhängigkeit und Macht vorhergesagt, zeigten Teilnehmer mit höherem SES mehr Hinweise auf Disengagement (z. B. Kritzeleien) und weniger Hinweise auf Engagement (z. B. Nicken, Lachen) als Teilnehmer mit niedrigerem SES. Die Ergebnisse standen auch im Einklang mit der Thin-Slicing-Literatur, da die Schätzungen des SES durch die Beobachter untereinander zuverlässig waren und das Familieneinkommen, die Schulbildung der Mütter und den subjektiven SES der Zielpersonen genau vorhersagten. Schließlich sagten nonverbale Darstellungen von Disengagement und Engagement die Schätzungen der Beobachter zum SES voraus, was darauf hindeutet, dass diese Hinweise systematische Anzeichen von SES sind. Diese Ergebnisse haben Auswirkungen auf das Verständnis des Einflusses von SES auf soziale Interaktionen und Muster von Disengagement und Engagement in anderen Bereichen.
Kraus et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.