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Die Eigenkapitalkosten sind ein wesentlicher Bestandteil des finanziellen Entscheidungsprozesses eines Unternehmens, der dem Einfluss einer Vielzahl interner und externer Faktoren ausgesetzt ist. Diese Studie zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, welchen wahrgenommenen Einfluss externe und interne Faktoren auf die Eigenkapitalkosten aus der Perspektive tschechischer CFOs haben. Die Umfrage wurde 2015 durchgeführt und unsere Stichprobe umfasst 40 Befragte, die in großen und nicht-finanziellen Aktiengesellschaften tätig sind. Die Ergebnisse zeigen, dass es eine Lücke zwischen Theorie und Praxis gibt und dass die länderspezifischen Besonderheiten, insbesondere das niedrige Niveau der Entwicklung des Finanzmarktes, eine bedeutende Rolle bei der Wahrnehmung der Determinanten der Eigenkapitalkosten spielen. Zunächst basiert der am häufigsten verwendete Ansatz zur Schätzung der Eigenkapitalkosten auf durchschnittlichen historischen Renditen. Diese Methode wurde von den CFOs aller Unternehmen angegeben. Eine beträchtliche Anzahl der CFOs ist der Meinung, dass die Eigentümerstruktur, die Dividendenpolitik, die Fähigkeit zur Prognose von Finanzergebnissen, die Stabilität der Unternehmensgewinne und die Flexibilität bei der Beschaffung externer Mittel die internen Faktoren mit dem signifikantesten Einfluss auf die Eigenkapitalkosten sind. Im Gegensatz dazu betrachten vergleichsweise wenige Befragte die Informationsasymmetrie, die Unternehmensführung und die finanzielle Leistung als stark einflussnehmend auf die Eigenkapitalkosten, obwohl mehrere finanzielle Theorien die Rolle dieser internen Determinanten betonen. In Bezug auf die externen Faktoren erkennt eine wesentliche Mehrheit der Befragten an, dass die langfristigen und kurzfristigen Zinssätze sowie Inflation, Staatsverschuldung und Risiken im Zusammenhang mit dem Bankensystem und dem Finanzmarkt die Eigenkapitalkosten stark beeinflussen. Die Antworten sind jedoch eindeutig hinsichtlich der Richtung eines solchen Einflusses. Unsere Ergebnisse deuten auf eine erhebliche Lücke zwischen den theoretischen Ansätzen und den systemrelevanten Kenntnissen und Erfahrungen der Befragten hin. Wir glauben, dass unsere Ergebnisse wertvolle Implikationen für Unternehmen, Banken, Börsen und politische Entscheidungsträger im Bereich der Makroökonomie bieten, während sie neue Strategien im spezifischen Umfeld der Länder Zentral- und Osteuropas formulieren. DOI: http://dx.doi.org/10.5755/j01.ee.30.2.19221
Mokhova et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.