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Die patientenspezifische Instrumentierung (PSI) und die intraoperative chirurgische Navigation (SN) können erheblich dazu beitragen, weitreichende onkologische Ränder zu erreichen und gleichzeitig den Knochenbestand bei Resektionen von Knochentumoren zu schonen. Dies ist eine systematische Übersicht, die darauf abzielt, die beiden Techniken hinsichtlich onkologischer und funktioneller Ergebnisse, präoperativer Zeit für die chirurgische Planung, intraoperativer chirurgischer Zeit, intraoperativen technischen Komplikationen und der Lernkurve zu vergleichen. Das Protokoll wurde in der PROSPERO-Datenbank registriert (CRD42023422065). 1613 Arbeiten wurden identifiziert und 81 erfüllten die Kriterien für die PRISMA-Einbeziehung und -Eignung. PSI und SN zeigten ähnliche Ergebnisse bei den Rändern (0-19 % positive Raten), der Genauigkeit des Knochenabschnitts (0,3-4 mm Abweichung vom Geplanten), der lokalen Rezidive und der funktionellen Rekonstruktionswerte (MSTS 81-97 %) sowohl für lange Knochen als auch für das Becken und erzielten bessere Ergebnisse im Vergleich zu Freihandresektionen. Ein geplanter Knochenrand vom Tumor von mindestens 5 mm war sicher für Knochenresektionen, jedoch konnte der Weichteilrand nicht geplant werden, wenn der Tumor in die Weichteile einbrach. Darüber hinaus reduzierten lange Osteotomien, homogene Knochentopologie und eingeschränkte Arbeitsräume die Genauigkeit beider Techniken, aber SN kann eine zweite Überprüfung bieten. In dringenden Fällen ist SN eher angezeigt, um die Planungs- und Produktionszeit von PSI (2-4 Wochen) zu vermeiden, während PSI den Vorteil einer kürzeren intraoperativen Nutzungszeit bietet (1-5 Minuten gegenüber 15-65 Minuten). Schließlich wurden ähnliche Raten intraoperativer technischer Komplikationen und eine anspruchsvolle Lernkurve als gegeben erachtet. Insgesamt bieten beide Techniken Vorteile und Nachteile. Sie müssen für die optimale Wahl basierend auf dem spezifischen Fall in Betracht gezogen werden. In Zukunft könnten robotergestützte Resektionen und Augmented Reality die Nachteile von PSI und SN lösen und zu den Hauptakteuren der Knochentumorchirurgie werden.
Bruschi et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.