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Die Unterscheidung zwischen bakteriziden und bakteriostatischen Mitteln scheint gemäß der in vitro-Definition klar zu sein, gilt jedoch nur unter strengen Laborbedingungen und ist inkonsistent für ein bestimmtes Mittel gegen alle Bakterien. Die Unterscheidung ist in klinischen Situationen willkürlicher. Die vermeintliche Überlegenheit von bakteriziden Mitteln gegenüber bakteriostatischen Mitteln hat nur geringen Relevanz bei der Behandlung der überwiegenden Mehrheit von Infektionen mit gram-positiven Bakterien, insbesondere bei Patienten mit unkomplizierten Infektionen und nicht beeinträchtigten Immunsystemen. Bakteriostatische Mittel (z. B. Chloramphenicol, Clindamycin und Linezolid) wurden erfolgreich zur Behandlung von Endokarditis, Meningitis und Osteomyelitis eingesetzt – Indikationen, die oft bakterizide Aktivität erfordern. Obwohl bakterizid/bakteriostatische Daten wertvolle Informationen über die potenzielle Wirkung von antibakteriellen Mitteln in vitro liefern können, ist es notwendig, diese Informationen mit pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Daten zu kombinieren, um eine aussagekräftigere Vorhersage der Wirksamkeit in vivo zu ermöglichen. Der endgültige Leitfaden für die Behandlung jeder Infektion muss das klinische Ergebnis sein.
Pankey et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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