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Zusammenfassung Hintergrund Die klinische und funktionale Genesung wird normalerweise nach der Behandlung einer Erstmanifestation von Psychose (FEP) erreicht. Leider bleibt ein nachfolgender Rückfall häufig, tritt innerhalb eines Jahres bei etwa 30 % der Personen und bis zu 80 % über einen Zeitraum von 5 Jahren auf. Faktoren, die einen Rückfall bei einer bestimmten Person wahrscheinlicher machen, sind bislang schlecht verstanden. Methoden Dieser Artikel präsentiert eine naturalistische Kohortenstudie junger Menschen (15–24 Jahre alt), die zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. Dezember 2016 einen Frühinterventionsdienst für Psychosen in Melbourne, Australien, in Anspruch nahmen. Demografische und klinische Prädiktoren für Rückfälle wurden gesammelt und mit Hilfe der Cox-Regression analysiert. Ergebnisse Insgesamt präsentierten sich 1220 junge Menschen während des Studienzeitraums mit einer FEP; 37,7 % (N = 460) erlebten während ihrer Behandlungsphase mindestens 1 Rückfall. Über die Hälfte aller Rückfälle führte zu einer Krankenhauseinweisung. Nicht-Einhaltung von Medikamenten, Substanzgebrauch und psychosoziale Stressoren wurden häufig als klinische Auslöser für Rückfälle festgestellt. Signifikante Prädiktoren für Rückfälle (im Vergleich zu keinen Rückfällen) waren eine Diagnose eines Schizophrenie-Spektrum-Störungen (adjustierte Hazard Ratio aHR = 1,62) oder affektiven psychotischen Störungen (aHR = 1,37), lebenslange Verwendung von Amphetaminen (aHR = 1,48) und jeglicher Substanzgebrauch während der Behandlung (aHR = 1,63). Fazit Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rückfälle bei jungen Menschen, die eine FEP erlebt haben, häufig vorkommen. Dies ist eine der ersten Studien, die berichten, dass die Verwendung von Amphetaminen (überwiegend illegales Methamphetamin) das Rückfallrisiko erhöht. Klinische Dienste, insbesondere in Australasien, müssen in Betracht ziehen, wie man diese Komorbidität bei jungen Menschen mit FEP am besten verwalten kann.
Brown et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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