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Kant vertritt die Auffassung, dass die menschliche Kognition in zwei "Stämme" unterteilt ist: Verstehen und Sensibilität. Diese Doktrin erschien vielen Kritikern als bedenklich dualistisch, die diese Stämme als unterschiedliche Teile sehen, die jeweils in der Lage sind, eigenständig Vorstellungen zu erzeugen, die irgendwie miteinander interagieren müssen, um den für die Kognition erforderlichen Zusammenhang zwischen Konzept und Intuition zu sichern. Diese Lesart lässt sich jedoch nicht mit dem, was Kant tatsächlich über die theoretische Kognition und die Art und Weise, wie Verstehen und Sensibilität darin zusammenwirken, sagen kann, in Einklang bringen. Eine solche Kognition, wie Kant sie versteht, erfüllt zwei Bedingungen: Sie hat Einheit und hängt von der Existenz ihres Objekts ab. Die erste dieser Bedingungen impliziert, dass die kognitive Kraft in Spontaneität oder Verständnis liegen muss, während die zweite andeutet, dass diese Spontaneität auf Rezeptivität oder Sensibilität angewiesen ist, um die kognitive Kraft zu sein, die sie ist. Die Betrachtung, wie diese Fähigkeiten als zusammenarbeitend in der Kognition zu verstehen sind, zeigt, dass sie nicht als interagierende Teile, sondern als Form und Materie in Beziehung stehen. Eine solche Auffassung ihrer Beziehung mag auf den ersten Blick lediglich eine weitere Version des dualistischen Denkens erscheinen; in der Tat jedoch beseitigt eine angemessene Wertschätzung davon den Anschein von Dualismus und hilft, ein damit verbundenes Anliegen zu zerstreuen, dass Kants Unterscheidung unsere Kognition mit einem inakzeptablen Subjektivismus beflecken würde.
Stephen Engstrom (Mittwoch) untersuchte diese Frage.