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Die Blattspreite und die Hülle eines Maisblattes sind durch einen linearen epidermalen Saum, die Ligula, und zwei keilförmige Strukturen, die Aurikeln, voneinander getrennt. Bei Pflanzen, die homozygot für die Nullmutation, liguleless2-reference (lg2-R), sind, sind die Ligula und Aurikeln oft abwesend oder falsch positioniert und die Blatt-Hülle-Grenze ist diffus. Dieses Phänotyp steht im Gegensatz zu dem der liguleless1-reference (lgl-R) Mutantenpflanzen, die eine klarere Grenze aufweisen, selbst in Abwesenheit von Ligula und Aurikeln. Darüber hinaus weisen Mosaikanalysen darauf hin, dass das lg2-R Phänotyp zell-nonautonom ist und das lg1-R Phänotyp zell-autonom. Mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie zeigen wir, dass die lg2-R Mutantenpflanzen betroffen sind, bevor das erste sichtbare Zeichen der Ligula- und Aurikelformation sichtbar wird. Wir haben das Lg2+ Gen durch eine Mutator-8-Transposon-Einfügung Allel kloniert und es mit fünf unabhängig entstandenen Allelen verifiziert. Der Vergleich von genomischer DNA und cDNA-Sequenzen zeigt einen offenen Leserahmen, der ein Protein mit 531 Aminosäuren kodiert, das teilweise Homologie zu einer Unterklasse von pflanzlichen basischen Leucin-Zipper (bZIP) Transkriptionsfaktoren aufweist. Obwohl eine große Menge an molekularer und biochemischer Charakterisierung für diese Unterklasse von bZIP-Proteinen vorliegt, stellt unsere Arbeit den ersten Bericht über einen Mutantenphänotyp innerhalb dieser Gruppe dar. Ein spezifischer Reverse-Transkriptase (RT)-PCR-Test zeigt die Expression von LG2 mRNA in Meristem-/entstehenden Ligulabereichen. RT-PCR zeigt auch, dass die Anreicherung von LG2 mRNA der von LG1 mRNA vorausgeht. Der Mutantenphänotyp und die Ausdrucksanalyse von lg2 deuten auf eine frühe Rolle bei der Initiierung einer genauen Blatt-Hülle-Grenze innerhalb der jungen Blattprimordien hin.
Walsh et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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