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Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist bei Patienten auf der Intensivstation üblich und mit signifikanten Sterblichkeitsraten verbunden. In Situationen schwerer Ateminsuffizienz und Versagen aller möglichen konservativen Therapiemethoden wird die veno-venöse extrakorporale Membranoxygenierung (VV ECMO) als letzte Option zum vorübergehenden Ersatz der Lungenfunktion eingesetzt. ARDS sowie Sepsis und die Behandlung mit VV ECMO sind mit intravasaler Hämolyse assoziiert. Das Ausmaß und die Relevanz der intravasalen Hämolyse im Kontext der ARDS-Therapie sind unklar. Diese systematische Übersicht zielt darauf ab, die aktuellen Nachweise zur Inzidenz und den damit verbundenen Komplikationen der intravasalen Hämolyse bei erwachsenen Patienten mit ARDS und Behandlung mit VV ECMO zusammenzufassen. Die Datenbanken MEDLINE, EMBASE und Web of Science wurden systematisch durchsucht, und 19 Publikationen erfüllten die Einschlusskriterien. Die Inzidenz von Hämolyse bei Patienten mit ARDS und Behandlung mit VV ECMO lag zwischen 0 und 41 %, wobei Überlebende niedrigere Inzidenzen und weniger schwere Hämolyse aufwiesen. Eine Pumpenkopf-Thrombose und hohe Blutflüsse (≥3 l/min) sowie die Verwendung von Doppel-Lumen-Kanülen, jedoch nicht unterschiedliche Pumpenmodelle, waren mit erhöhter Hämolyse assoziiert. Zusammenfassend ist die intravasale Hämolyse bei Patienten mit ARDS und Behandlung mit VV ECMO eine häufige und relevante Komplikation, die anscheinend mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert ist. Abgesehen von den ECMO-Geräteeinstellungen wurden keine zusätzlichen möglichen Ursachen für den erhöhten roten Blutkörperchenabbau wie Schweregrad der Krankheit, Dauer der ECMO-Therapie oder Anzahl und Qualität der Bluttransfusionen untersucht. Weitere Forschung ist erforderlich, um den Ursprung und die Relevanz der intravasalen Hämolyse bei Patienten mit ARDS und Behandlung mit VV ECMO zu bestimmen.
Materne et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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