Key points are not available for this paper at this time.
Die Unterscheidung zwischen Prozessen, die zum Wahrnehmen und Verstehen des Selbst und anderer verwendet werden, hat in der Psychologie und Neurowissenschaft viel Aufmerksamkeit erhalten. Hirnergebnisse heben eine Rolle für verschiedene Regionen, insbesondere den medialen PFC (mPFC), hervor, die Urteile über sowohl das Selbst als auch andere unterstützen. Wir führten eine Meta-Analyse von 107 Neuroimaging-Studien zu Selbst- und Fremdurteilen unter Verwendung einer multilevel Kernel-Dichte-Analyse durch Kober, H., & Wager, T. D. Meta-Analysen von Neuroimaging-Daten. Wiley Interdisciplinary Reviews, 1, 293-300, 2010. Wir wollten herausfinden, welche Hirnregionen zuverlässig an jedem Urteilstyp beteiligt sind und insbesondere, wie die räumliche und funktionale Organisation des mPFC in Bezug auf diese ist. Im Vergleich zu nicht-mentalisierten Urteilen waren sowohl Selbst- als auch Fremurteile mit Aktivitäten im mPFC assoziiert, die von ventralen bis dorsalen Extents reichten, sowie mit gemeinsamer Aktivierung des linken TPJ und des posterioren Cingulats. Ein direkter Vergleich zwischen Selbst- und Fremurteilen ergab, dass der ventrale mPFC sowie der linke ventrolaterale PFC und die linke Insula häufiger durch selbstbezogene Urteile aktiviert wurden, während der dorsale mPFC zusätzlich zum bilateralen TPJ und Cuneus häufiger durch fremdbezogene Urteile aktiviert wurde. Logistische Regressionsanalysen zeigten, dass der ventrale und dorsale mPFC an entgegengesetzten Enden eines funktionalen Gradianten lagen: Die in einzelnen Studien berichteten z-Koordinaten sagten voraus, ob die Studie selbst- oder fremdbezogene Urteile umfasste, die jeweils mit zunehmend ventralen oder dorsalen Teilen des mPFC assoziiert waren. Diese Ergebnisse sprechen für eine verteilte und nicht lokalisationistische Auffassung der Organisation des mPFC und unterstützen eine aufkommende Sichtweise über die funktionale Heterogenität des mPFC.
Denny et al. (Di.) untersuchten diese Frage.