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Diese explorative Studie untersuchte 51 Teilnehmer, die wegen eines internetinitiierten Sexualdelikts verurteilt wurden, bei dem sie versuchten, einen Jugendlichen in eine sexuelle Beziehung zu verleiten, indem sie einen Internet-Chatraum nutzen. Alle Teilnehmer wurden wegen eines Sexualdelikts verurteilt und unterlagen einer Bewertung als Teil der Strafanforderungen in Colorado. Klinische und Verhaltensdaten wurden aus der deliktspezifischen Bewertung jedes Probanden und den Chatraumprotokollen gewonnen. Die Ergebnisse der Studie ergaben, dass 90 % der Teilnehmer als Ergebnis eines Internet-Sex-Stings festgenommen wurden. Die Autoren schließen daraus, dass Internet-Chatraum-Sexualstraftäter eine separate Gruppe darstellen, die durch weniger schwerwiegende kriminogene Faktoren als andere Sexualstraftäter (Vergewaltiger, Kindesmisshandler) gekennzeichnet ist. Es kann die Hypothese aufgestellt werden, dass Chatraum-Sexualstraftäter Beziehungen vermeiden und eine bedeutende Zeit in Online-Chaträumen als primärem sozialen und sexuellen Ausdruck verbringen und in anderen sexuell zwingenden Verhaltensweisen engagieren. Innerhalb dieser Tätergruppe wurde festgestellt, dass zwei Untergruppen existieren: eine kontaktgetriebene Gruppe, die motiviert ist, sich an einem Jugendlichen offline sexuell zu verhalten, und eine fantasiegetriebene Gruppe, die motiviert ist, einen Jugendlichen in Online-Cybersex zu verwickeln, ohne die ausdrückliche Absicht, sich offline zu treffen. Der Chatraum-Sexualstraftäter stellt ein bedeutendes klinisches Problem für Behandlungsanbieter dar, da kein lebendes Opfer existiert. Daher ist unklar, ob Internet-Sex-Stings Vorfälle von sexuellem Kindesmissbrauch verhindern und zu Verurteilungen von Personen führen können, die möglicherweise nie ein Kind missbraucht haben. Die Daten deuten auf eine vorläufige Typologie von Sexualstraftätern hin, einschließlich Untertypen, die in zukünftigen Studien repliziert werden müssen.
Briggs et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.