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Wir haben acht Gene identifiziert, deren Expression in menschlichen Melanom-Metastasen und Ovarialkarzinomen mit einem Mangel an Th1-Immunzeichen assoziiert ist. Sie kodieren Moleküle mit mechanischer Barrierefunktion in der Haut und anderen normalen Geweben und umfassen Filaggrin (FLG), Tumor-assoziierten Calciumsignalüberträger 2 (TACSTD2) und sechs desmosomale Proteine (DST, DSC3, DSP, PPL, PKP3 und JUP). Diese Assoziation wurde in einer unabhängigen Serie von 114 Melanom-Metastasen validiert. In diesen ist die DST-Expression allein ausreichend, um Melanome ohne Immunzeichen zu identifizieren, während FLG und die anderen sechs vermeintlichen Barriermoleküle in einer anderen Untergruppe von Melanomen, die keine Immunzeichen aufweisen, überexprimiert sind. Ähnliche Assoziationen wurden in einer Gruppe von 186 Ovarialkarzinomen identifiziert. RNA-seq-Daten von 471 Melanomen und 307 Ovarialkarzinomen in der TCGA-Datenbank unterstützen diese Ergebnisse weiter und zeigen auch, dass die Überexpression von Barriermolekülen stark mit einer frühen Mortalität der Patienten bei Melanomen (p = 0.0002) und Ovarialkarzinomen (p = 0.012) assoziiert ist, während die Überexpression von DST negativ mit der CD8+-Genexpression assoziiert ist, nicht jedoch mit dem Überleben der Patienten. Somit identifiziert die Überexpression von FLG oder DST zwei unterschiedliche Patientenkohorten mit geringem Immunzellinfiltrat in diesen Krebserkrankungen, jedoch mit unterschiedlichen prognostischen Implikationen für jede. Diese Daten eröffnen die Möglichkeit, dass Moleküle mit mechanischer Barrierefunktion in der Haut und anderen Geweben von Krebszellen genutzt werden könnten, um sich vor Immunzellinfiltration und immunvermittelter Zerstörung zu schützen.
Salerno et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.