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Gebärdensprachen nutzen Ikonizität (die transparente Beziehung zwischen Bedeutung und Form) in einem größeren Umfang als gesprochene Sprachen, wo sie weitgehend auf Onomatopöie beschränkt ist. In einem Bild-Gebärde-Zuordnungsexperiment, das Reaktionszeiten misst, untersuchten die Autoren den potenziellen Vorteil der Ikonizität sowohl für 1.- als auch für 2.-Sprachlerner der amerikanischen Gebärdensprache (ASL). Die Ergebnisse zeigen, dass einheimische ASL-Geber schneller reagieren, wenn eine spezifische Eigenschaft, die ikonisch in einem Zeichen dargestellt wird, im entsprechenden Bild hervorgehoben wird, was Beweise dafür liefert, dass eine engere Zuordnung zwischen Bedeutung und Form bei der lexikalischen Wiedererlangung helfen kann. Während späte 2.-Sprachlerner Ikonizität als Hilfsmittel zum Lernen von Gebärden zu nutzen scheinen (R. Campbell, P. Martin, & T. White, 1992), zeigten sie nicht denselben Erleichterungseffekt wie einheimische ASL-Geber, was darauf hindeutet, dass die Aufgabe in automatisierte Sprachprozesse eingriff. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass völlig willkürliche Zuordnungen zwischen Bedeutung und Form in der Sprache nicht vorteilhafter sein könnten und dass Willkür vielmehr ein Zufall der Modalität sein könnte.
Thompson et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.