Einleitung: Periphere Nervenverletzungen (PNI) verursachen erhebliche Belastungen und erfordern Therapien, die sowohl mechanische Kompression als auch entzündliche Pathophysiologie angehen. Während die Neurolyse extrinsische Kompression behandelt und Methylcobalamin die intrinsische Nervenreparatur fördert, ist ihr kombiniertes Potenzial noch unterexploriert. Diese Studie verglich die Wirksamkeit von Neurolyse-Monotherapie, Methylcobalamin-Monotherapie und Kombinationstherapie bezüglich funktioneller, elektrophysiologischer und entzündlicher Ergebnisse bei PNI. Methoden: Neunzig PNI-Patienten wurden randomisiert in drei Gruppen (n = 30/Gruppe) unterteilt: Neurolyse allein, Methylcobalamin allein (0,5 mg dreimal täglich) oder Kombinationstherapie. Die Ergebnisse nach 60 Tagen umfassten die funktionelle Erholung (Carroll-Skala), Nervenleitgeschwindigkeiten (MCV, SCV, AMP, LAT), Gelenkmobilität (AROM/PROM), Schmerzseverity (Global Pain Scale) und Serum-Zytokine (NF-κB, TNF-α, IL-6 mittels ELISA). Ergebnisse: Die Kombinationsgruppe zeigte eine signifikant höhere therapeutische Gesamteffizienz (86,67 %) im Vergleich zur Neurolyse allein (50,00 %) und Methylcobalamin allein (53,33 %; P < 0,05). Alle Gruppen zeigten signifikante Verbesserungen in den Nervenleitgeschwindigkeiten, Gelenkmobilitätsparametern, Schmerzscores und Entzündungszytokinspiegeln nach der Behandlung (P < 0,05). Kombinationstherapie erzielte jedoch überlegene Ergebnisse: Sie brachte die größten Verbesserungen im aktiven und passiven Bewegungsspielraum, die bedeutendsten Reduktionen in den Schmerzscores über alle bewerteten Bereiche und die niedrigsten postoperativen Werte der entzündlichen Zytokine (NF-κB, TNF-α, IL-6; P < 0,05 im Vergleich zu jeder Monotherapie). Diskussion: Die Kombination von Neurolyse und Methylcobalamin verbessert synergistisch die funktionelle Erholung, Nervenleitung, Gelenkmobilität, Schmerzlinderung und entzündungshemmende Effekte bei PNI und zeigt eine überlegene klinische Wirksamkeit im Vergleich zu jeder allein verabreichten Behandlung.
Hu et al. (Wed,) untersuchten diese Fragestellung.