Der pastoralische Nomadismus dominiert die Landnutzung in der Mongolei, doch die zunehmende Anzahl an Nutztieren wirft Bedenken hinsichtlich des Weidedrucks und der Degradation von Weideländern auf. Diese Studie präsentiert die erste palynologische Analyse von Nutztiere-Dung aus der zentralen Mongolei, um die Zusammensetzung der Nahrung und saisonale Weidegewohnheiten zu rekonstruieren. Dungproben von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern/Yaks wurden in Steppen- und Flusswiesen-Habitaten im Laufe von Frühling, Sommer und Herbst 2021 im Orkhon-Tal und der Tarvagatai-Region gesammelt. Die Pollenassemblagen wurden mit standardisierten palynologischen Methoden analysiert und mit multivariaten Statistiken (PERMANOVA, PCoA) sowie Shannon-Diversitätsindizes verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Jahreszeit der dominierende Einflussfaktor auf die Zusammensetzung der Dungpollen ist (R 2 = 0,52), wobei die Frühlingsdiäten überwiegend aus Cyperaceae, die Sommerdiäten aus Amaranthaceae und Poaceae und die Herbstdieten aus Artemisia bestehen. Die Tierart und das Habitat haben signifikante, aber nachrangige Effekte, wobei kleinere Wiederkäuer eine höhere diätetische Vielfalt aufweisen als größere Weidetiere. Diese Ergebnisse unterstreichen den starken Einfluss saisonaler Vegetationsdynamiken auf die Ernährung von Nutztieren und demonstrieren den Wert von Dungpollen als Indikator für die moderne Weideökologie und palaeoökologische Rekonstruktionen in pastoral geprägten Landschaften.
C et al. (Do,) untersuchten diese Frage.