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Trotz des reichen Fossilberichts von Neogen-Chondrichthyern (Chimaeren, Haie, Rochen und Skate) aus Europa ist wenig über die makroevolutionären Prozesse bekannt, die ihre aktuelle Vielfalt und geografische Verteilung hervorgebracht haben. Wir haben 4368 Neogen-Funde zusammengestellt, die 102 Gattungen, 41 Familien und 12 Ordnungen aus vier europäischen Regionen (Atlantik, Mittelmeer, Nordsee und Paratethys) umfassen, und ihre Diversifizierungstrajektorien sowie paläobiogeografische Muster bewertet. In allen analysierten Regionen fanden wir heraus, dass die generische Vielfalt während des frühen Miozäns zunahm, dann während des mittleren Miozäns in der Paratethys stark abnahm und moderat während des späten Miozäns und Pliozäns im Mittelmeer und der Nordsee abnahm. Die Entstehungsraten zeigen die signifikantesten Pulse im frühen Miozän in allen Regionen. Die Extinktionsratenvarianz variierte je nach Region, wobei die Paratethys die signifikantesten Pulse während des späten Miozäns aufwies und das Mittelmeer sowie die Nordsee während des späten Miozäns und frühen Pliozäns. Insgesamt sind bis zu 27 % und 56 % der europäischen Neogen-Gattungen nun global bzw. regional ausgestorben. Die beobachteten Pulse von Entstehung und Aussterben in den verschiedenen Regionen stimmen mit Erwärmungs- und Abkühlungsereignissen überein, die während des Neogens sowohl global als auch regional stattfanden. Unsere Studie offenbart die komplexen Diversitätsdynamiken der Neogen-Chondrichthyren aus Europa und ihre unterschiedliche biogeografische Zusammensetzung, trotz der zahlreichen marinen Durchgänge, die während dieser Zeit die verschiedenen marinen Regionen verbunden haben.
Villafaña et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.