Key points are not available for this paper at this time.
Die Pathogenese der Gebrechlichkeit und die Rolle der Entzündung sind wenig verstanden. Wir haben die Evidenz hinsichtlich der Beziehung zwischen Entzündung und Gebrechlichkeit durch eine systematische Übersicht und Metaanalyse untersucht. Eine systematische Literatursuche nach Publikationen mit Daten zu entzündlichen Biomarkern und Gebrechlichkeit wurde in wichtigen elektronischen Datenbanken von der Entstehung bis Mai 2016 durchgeführt. Von 1856 anfänglichen Treffern wurden 35 Studien (32 Querschnittsstudien n=3232 gebrechlich, n=11.483 prä-gebrechlich und n=8522 robust, und 563 prä-gebrechlich+robust; 3 Längsschnittstudien n=3402 Teilnehmer ohne Gebrechlichkeit zu Beginn) meta-analiert. Querschnittsstudien berichteten, dass im Vergleich zu 6757 robusten Teilnehmern sowohl 1698 gebrechliche (SMD=1.00, 95%CI: 0.40-1.61) als auch 8568 prä-gebrechliche (SMD=0.33, 95%CI: 0.04-0.62) Teilnehmer signifikant höhere Werte von C-reaktivem Protein (CRP) aufwiesen. Gebrechlichkeit (n=1057; SMD=1.12, 95%CI: 0.27-2.13) und Prä-Gebrechlichkeit (n=4467; SMD=0.56, 95%CI: 0.00-1.11) waren mit höheren Serumspiegeln von Interleukin-6 im Vergleich zu Menschen, die robust waren (n=2392), assoziiert. Gebrechlichkeit und Prä-Gebrechlichkeit waren auch signifikant mit erhöhten Werten von weißen Blutkörperchen und Fibrinogen assoziiert. In drei Längsschnittstudien waren höhere Serum CRP (OR=1.06, 95%CI: 0.78-1.44) und IL-6 (OR=1.19, 95%CI: 0.87-1.62) nicht mit Gebrechlichkeit assoziiert. Zusammenfassend sind Gebrechlichkeit und Prä-Gebrechlichkeit mit höheren entzündlichen Parametern, insbesondere CRP und IL-6, assoziiert. Weitere Längsschnittstudien sind erforderlich.
Soysal et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.