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Obwohl das Management des Betriebsvermögens in der Literatur weniger Aufmerksamkeit erhält als langfristige Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, nimmt es den größten Teil der Zeit und Aufmerksamkeit eines Finanzmanagers in Anspruch 9, S. 173. Teilweise spiegelt dies einfach die repetitive Natur von Investitionsverpflichtungen mit relativ kurzer Lebensdauer und die schnelle Transformation von einer Investitionsform in eine andere wider 6, S. 1-2. Die Zeit, die dem Management des Betriebsvermögens gewidmet wird, spiegelt jedoch auch die entscheidenden Auswirkungen auf die Liquidität oder die Rückzahlungsfähigkeit der kurzfristigen Investitions- und Finanzierungsstrategien eines Unternehmens wider. Unachtsamkeit im Liquiditätsmanagementprozess kann selbst für ein Unternehmen mit günstigen langfristigen Aussichten schwerwiegende Schwierigkeiten und Verluste aufgrund ungünstiger kurzfristiger Entwicklungen verursachen. Eine falsche Bewertung der Liquiditätsimplikationen des Kapitalbedarfs eines Unternehmens kann wiederum Gläubiger und Investoren einem unvorhergesehenen Risiko eines Zahlungsausfalls aussetzen. Finanzmanager und ihre externen Finanzanalysten erkennen zumindest intuitiv, dass nicht alle Investitionen in Betriebsvermögen dieselbe Lebensdauer haben, noch werden sie mit der gleichen Geschwindigkeit in nutzbare Liquiditätsflüsse umgewandelt. Es ist jedoch unklar, ob sie die entscheidende Rolle dieser Unterschiede bei der Bewertung der Liquiditätslage eines Unternehmens ausdrücklich erkennen. Ein Ansatz des Kapitalumschlagzyklus beim Management von Betriebsvermögen verdeutlicht die potenzielle Gefahr eines intuitiven Ansatzes zur Liquiditätsanalyse.
Richards et al. (Dienstag) untersuchten diese Frage.