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Es wird ein Verfahren zur Rückgewinnung von Streptavidin aus dem Kultivierungsmedium von Streptomyces avidinii beschrieben. Der entscheidende Schritt in diesem Verfahren ist die Adsorption von Streptavidin aus Kulturkonzentraten auf eine Affinitätskolonne, an der Iminobiotin an AH-Sepharose 4B gebunden ist. Diese Kolonne bindet Streptavidin bei pH 11 und setzt das Protein bei pH 4 frei. Die Rückgewinnung von Streptavidin ist praktisch quantitativ. Die pH-Abhängigkeit der Iminobiotin-Avidin-Affinität, entdeckt von Green Green, N. M. (1966) Biochem. J. 101, 774-779, hat somit praktische Anwendung gefunden. Das gebundene Streptavidin enthielt 4,07 +/- 0,02 mol 14C-Biotin pro mol und war im Wesentlichen homogen, beurteilt nach Scheiben- und Platten-Gelelektrophorese. Streptavidin wurde umfangreich succinyliert, ohne dass die Biotinbindekapazität verloren ging. Die Beobachtungen, dass 125I-markiertes Streptavidin und 125I-markiertes Succinoylstreptavidin bei pH 7,5 von Iminobiotin-AH-Sepharose 4B-Kolonnen zurückgehalten und bei pH 4,0 eluierte werden, bieten eine praktische Reinigungsmethode für diese jodierten Proteine. Die Technik, die zur Rückgewinnung von Streptavidin eingesetzt wird, ist allgemein auf die Isolierung von Iminobiotinylierungsmolekülen anwendbar.
Hofmann et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.