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Auditorische kortikale Aktivität ist an die zeitliche Hülle der Sprache angepasst, die dem silbischen Rhythmus der Sprache entspricht. Solche angepasste kortikale Aktivität kann bei Probanden gemessen werden, die natürlich Sätze oder gesprochene Passagen hören, und bietet einen zuverlässigen neuralen Marker für die Online-Verarbeitung von Sprache. Eine zentrale Frage bleibt jedoch offen, ob die kortikale angepasste Aktivität enger mit der Sprachwahrnehmung oder mit nicht sprachspezifischer auditorischer Kodierung verbunden ist. Hier überprüfen wir einige Hypothesen über die funktionalen Rollen des Kortexentrainments an Sprache, z.B. die Kodierung akustischer Merkmale, das Parsen silbischer Grenzen und die Auswahl sensorischer Informationen in komplexen Hörumgebungen. Es ist wahrscheinlich, dass das Sprachentrainment keine homogene Reaktion darstellt und diese Hypothesen jeweils für das Sprachentrainment gelten, das aus verschiedenen neuronalen Quellen erzeugt wird. Auch die Beziehung zwischen angepasster Aktivität und Sprachverständlichkeit wird diskutiert. Eine vorläufige Schlussfolgerung ist, dass Theta-Band-Entrainment (4-8 Hz) Sprachmerkmale kodiert, die für die Verständlichkeit entscheidend sind, während Delta-Band-Entrainment (1-4 Hz) mit dem wahrgenommenen, nicht sprachspezifischen akustischen Rhythmus verbunden ist. Um die funktionalen Eigenschaften des Sprachentrainments besser zu verstehen, wird ein Splitteransatz benötigt, um (1) nicht nur die zeitliche Hülle, sondern welche spezifischen akustischen Merkmale kodiert werden, und (2) nicht nur die Sprachverständlichkeit, sondern welche spezifischen psycholinguistischen Prozesse durch die angepasste kortikale Aktivität kodiert werden. Ebenso müssen die anatomischen und spektral-temporalen Details der angepassten Aktivität bei der Untersuchung ihrer funktionalen Eigenschaften berücksichtigt werden.
Ding et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.