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In diesem Papier behaupte ich, dass die orientalistische Invokation des 'Terroristen' eine diskursive Taktik ist, die US-amerikanische Gays und Queers von rassischen und sexuellen 'Anderen' disaggregiert, und dabei eine Kollusion zwischen Homosexualität und amerikanischem Nationalismus in den Vordergrund stellt, die sowohl durch nationale Rhetorik der patriotischen Inklusion als auch durch die schwulen, lesbischen und queeren Subjekte selbst erzeugt wird: Homo-Nationalismus. Für zeitgenössische Formen des US-Nationalismus und Patriotismus ist die Produktion von schwulen, lesbischen und queeren Körpern entscheidend für den Einsatz von Nationalismus, insofern diese pervertierten Körper Heterosexualität als Norm wiederholen, aber auch weil gewisse domestizierte homosexuelle Körper Munition liefern, um nationalistische Projekte zu verstärken. Die Kartierung von Formen des US-Homo-Nationalismus, vitale Komplizen zu orientalistisch-terroristischen Anderen, ist lehrreich, da sie auf die 'imaginativen Geografien' der USA anspielt, da die Analyse von Rasse-Sexualität eine entscheidende, jedoch untertheorisierte Methode bietet, um über die imaginativen Geografien der USA in einem Zeitalter des Anti-Terrorismus nachzudenken. Es sind die imaginativen Geografien, die durch Homo-Nationalismus produziert werden, die beispielsweise die Widersprüche aufrechterhalten, die in der Idealiserung der USA als eine ordnungsgemäß multikulturelle heteronormative, aber dennoch schwulenfreundliche, tolerante und sexuell befreite Gesellschaft eingebettet sind. Diese Kartierung oder Geografie ist imaginativ, weil sie, trotz der ungleichen, massiven Evidenz sexueller und rassischer Toleranz über verschiedene Räume und Topografien der Identität in den USA, dennoch als zentrales Glaubenssystem über liberale Sitten existiert, die innerhalb und durch die Grenzen der USA definiert sind.
Jasbir K. Puar (Mi.) hat diese Frage untersucht.