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In zwei Studien wurde untersucht, wie sowohl der Grad der Identifikation als auch die individuelle Position innerhalb der Gruppe Aspekte der Gruppentreue beeinflussen. Die Autoren betrachteten die Ingroup-Position sowohl in Bezug auf die aktuelle Position des Individuums innerhalb einer Gruppe als auch auf die Erwartungen hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass sich die eigene Position in Zukunft ändern könnte. Periphere Gruppenmitglieder lernten, dass ihre Akzeptanz durch andere Gruppenmitglieder in der Zukunft steigen oder dass sie mit Ablehnung durch andere Gruppenmitglieder rechnen könnten. Verschiedene Indizes der Gruppentreue (Ingroup-Homogenität, Motivation, für die Gruppe zu arbeiten, und Bewertung eines motivierten Gruppenmitglieds) zeigten, dass je mehr Gruppenmitglieder künftige Ablehnung erwarteten, desto weniger loyal sie waren, je niedriger die Identifikation war. Im Gegensatz dazu waren diejenigen, die zukünftige Akzeptanz erwarteten, umso loyaler (also motivierter, für die Gruppe zu arbeiten), je niedriger ihre Identifikation war. Das aktuelle Gruppenverhalten hängt sowohl von intragruppalen Zukunftserwartungen als auch vom Identifikationsgrad ab.
Jetten et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.