Key points are not available for this paper at this time.
Die zelluläre Funktion kann durch das Genexpressionsprogramm kontrolliert werden, aber oft bieten posttranslationale Modifikationen von Proteinen (PTMs) einen präziseren und eleganteren Mechanismus. Die wichtigsten funktionalen Rollen spezifischer Modifikationsereignisse – beispielsweise während des Zellzyklus – sind seit Jahrzehnten bekannt, aber erst in den letzten 10 Jahren hat die massenspektrometrie-basierte Proteomik begonnen, das wahre Ausmaß des PTM-Universums offenzulegen. In diesem Überblick für die Sonderausgabe zu PTMs von Molecular and Cellular Proteomics ziehen wir Bilanz über den Stand der massenspektrometrie-basierten Proteomik bei der großangelegten Analyse von Proteinmodifikationen. Bei vielen PTMs, einschließlich Phosphorylierung, Ubiquitinierung, Glykosylierung und Acetylierung, können nun zehntausende von Stellen mit Vertrauen identifiziert und in der Sequenz des Proteins lokalisiert werden. Die Quantifizierung der PTM-Level zwischen verschiedenen zellulären Zuständen ist ebenfalls etabliert, wobei label-freie Methoden besondere Versprechungen zeigen. Es wird auch immer einfacher, die absolute Belegung oder Stöchiometrie von PTM-Stellen in großem Maßstab zu bestimmen. Leistungsstarke Software zur bioinformatischen Analyse von tausenden von PTM-Stellen wurde entwickelt. Dennoch wurde für kein PTM ein vollständiges Inventar der Stellen erstellt, und diese Situation wird in absehbarer Zeit bestehen bleiben. Darüber hinaus, obwohl die PTM-Abdeckung durch massenspektrometrie-basierte Methoden beeindruckend ist, muss sie insbesondere in Geweben und in klinisch relevanten Systemen verbessert werden. Die zentrale Herausforderung für das Feld besteht darin, optimierte Methoden zu entwickeln, um biologische Funktionen der Vielzahl von Modifikationen zu bestimmen, von denen jetzt bekannt ist, dass sie existieren.
Olsen et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.