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Keratokonus ist eine bilaterale und asymmetrische Erkrankung, die zu einer progressiven Verdünnung und Steilheit der Hornhaut führt, was zu unregelmäßigem Astigmatismus und verminderter Sehschärfe führt. Traditionell wurde der Zustand als nicht-entzündliche Erkrankung beschrieben; jedoch wurde er in letzter Zeit mit okulären Entzündungen in Verbindung gebracht. Keratokonus entwickelt sich normalerweise in den zweiten und dritten Lebensdekaden und schreitet bis zur vierten Dekade fort. Die Erkrankung betrifft alle Ethnien und beide Geschlechter. Die Prävalenz- und Inzidenzraten für Keratokonus wurden auf zwischen 0,2 und 4.790 pro 100.000 Personen sowie auf 1,5 und 25 Fälle pro 100.000 Personen/Jahr geschätzt, wobei die höchsten Raten typischerweise bei 20- bis 30-Jährigen und in mittleren östlichen sowie asiatischen Ethnien auftreten. Fortschreitende stroma-thinning, Risse in der anterioren Begrenzungsmembran und anschließende Ektasie der zentralen/parazentralen Hornhaut sind die am häufigsten beobachteten histopathologischen Befunde. Eine Familiengeschichte von Keratokonus, Augenreiben, Ekzem, Asthma und Allergien sind Risikofaktoren für die Entwicklung von Keratokonus. Die frühzeitige Erkennung von Keratokonus bleibt eine Herausforderung. Die Hornhauttopographie ist das primäre diagnostische Instrument zur Erkennung von Keratokonus. In frühen Fällen ist jedoch die Verwendung eines einzelnen Parameters zur Diagnose von Keratokonus unzureichend, und zusätzlich zur Hornhauttopographie werden jetzt häufig Hornhaut-Pachymetrie und Daten zu höheren Ordnungsaberrationen verwendet. Die Schwere und das Fortschreiten des Keratokonus können basierend auf morphologischen Merkmalen und Krankheitsentwicklung, okulären Zeichen und indexbasierten Systemen klassifiziert werden. Die Behandlung des Keratokonus variiert je nach Schweregrad und Fortschreiten der Erkrankung. Milder Fälle werden normalerweise mit Brillen behandelt, mittelschwere Fälle mit Kontaktlinsen, während schwere Fälle, die nicht mit skleralen Kontaktlinsen behandelt werden können, möglicherweise eine Hornhautoperation erfordern. Milder bis moderater progressiver Keratokonus kann auch chirurgisch behandelt werden, am häufigsten mit Hornhaut-Crosslinking. Dieser Artikel bietet eine aktualisierte Übersicht über die Definition, Epidemiologie, Histopathologie, Ätiologie, Pathogenese, klinische Merkmale, Erkennung, Klassifikation sowie Management- und Behandlungsstrategien für Keratokonus.
Santodomingo-Rubido et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.