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Zusammenfassung Anthropologen haben wiederholt festgestellt, dass es in den letzten fünfzig Jahren wenig theoretischen Fortschritt in der Anthropologie der Religion gegeben hat. Bis in die 1960er Jahre hatte Geertz das Feld für tot erklärt. In letzter Zeit haben sich jedoch evolutionäre Forscher darauf konzentriert, die selektiven Drucke zu verstehen, die die menschliche Fähigkeit zu religiösen Gedanken und Verhaltensweisen geprägt haben, und scheinen dieses lange eingeschlafene, aber wichtige Forschungsgebiet wiederzubeleben. Diese Arbeit, die sich auf letztliche evolutionäre Erklärungen konzentriert, wird durch Fortschritte in der Neuropsychologie und ein zunehmendes Interesse unter Neurowissenschaftlern ergänzt, wie Rituale, Trance, Meditation und andere veränderte Bewusstseinszustände die Gehirnfunktion und -entwicklung beeinflussen. Diese letztgenannte Forschung liefert entscheidende Einblicke in die Evolution der proximate Mechanismen, die für religiöses Verhalten verantwortlich sind. Hier überprüfen wir diese Literatur und untersuchen sowohl die proximate Mechanismen als auch die letztlichen evolutionären Prozesse, die für die Entwicklung einer umfassenden evolutionären Erklärung der Religion wesentlich sind.
Sosis et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.