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Die akute bakterielle Konjunktivitis ist die Augenerkrankung, die am häufigsten von Allgemeinärzten gesehen wird, und es wird geschätzt, dass sie etwa 1 % aller Konsultationen in der Primärversorgung ausmacht. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Epidemiologie, Ätiologie, das klinische Bild, Komplikationen, Differentialdiagnosen, in-vitro-Untersuchungen und die Therapie der akuten bakteriellen Konjunktivitis. Bislang wurde die topische antibakterielle Therapie sowohl von Ärzten als auch von Patienten in der Regel bevorzugt, da sie in der Regel den Verlauf der Erkrankung leicht verkürzt und die frühzeitige Wiederaufnahme von Kindern in den Kindergarten oder die Schule ermöglicht. Kürzlich haben mehrere Berichte aus der Primärversorgung die allgemein bekannte klinische Erfahrung bestätigt, dass die Erkrankung eine ausgezeichnete Prognose mit einer hohen Häufigkeit an spontaner Remission hat. In Übereinstimmung damit wird jetzt häufig eine abwartende Haltung oder eine Politik der verzögerten Verschreibung stark empfohlen. Diese Berichte betonen jedoch auch die Schwierigkeit, einen korrekten klinischen Unterschied zwischen bakterieller und viraler Konjunktivitis zu treffen. Auch die Auswirkungen einer allgemeinen Nicht-Verschreibungshaltung auf die Übertragungsraten von Krankheitserregern müssen noch geklärt werden. Dies muss bei der Entscheidung, wie mit diesen Patienten umgegangen werden soll, berücksichtigt werden. Die sozioökonomischen und medizinischen Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungspolitiken werden diskutiert, und eine stark persönliche Sicht auf die optimale Handlungsstrategie für diese Patienten wird ebenfalls präsentiert.
Gunnar Høvding (Mon,) untersuchte diese Frage.