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Im Allgemeinen wird die hepatische Enzephalopathie (HE) als eine Gehirnfunktionstörung definiert, die durch Leberinsuffizienz und/oder portosystemischen Blutabfluss verursacht wird. Dieser Artikel bezieht sich auf die sogenannte Typ C HE: das heißt HE bei Patienten mit Leberzirrhose. Sie äußert sich durch ein breites Spektrum neurologischer oder psychiatrischer Anomalien, die von subklinischen Veränderungen, die nur durch neuropsychologische oder neurophysiologische Beurteilung nachweisbar sind, bis hin zum Koma reichen. Es wurden mehrere Skalen zur Einstufung des Ausmaßes der HE entwickelt. Die am häufigsten verwendeten sind die West Haven Kriterien (WHC), die zwischen vier Graden der klinisch offensichtlichen HE unterscheiden. Patienten mit Leberzirrhose ohne klinisch offensichtliche Symptome einer HE, aber mit neuropsychologischen oder neurophysiologischen Befunden, die auf eine Gehirnfunktionstörung hinweisen, gelten als minimal hepatische Enzephalopathie (MHE). Zur Vereinfachung schlagen einige Experten vor, zwischen verdeckter HE (MHE plus Grad I HE gemäß WHC) und offensichtlicher HE (WHC Grade II-IV) zu unterscheiden. Die Diagnostik sowohl der MHE als auch der offensichtlichen HE wird dadurch erschwert, dass keines der Symptome der HE oder die Befunde in den verschiedenen angewandten diagnostischen Maßnahmen spezifisch sind. Daher kann eine Diagnose von HE oder MHE nur nach Ausschluss anderer möglicher Ursachen für die Gehirnfunktionstörung gestellt werden.
Karin Weißenborn (Thu,) hat diese Frage untersucht.
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