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Der erste Ausbruch des Vogelgrippevirus A(H5N1) bei Menschen ereignete sich 1997 in Hongkong. Eine Infektion wurde bei 18 Personen bestätigt, von denen 6 starben. Die Infektionen wurden direkt von Hühnern auf Menschen übertragen, ohne dass ein Zwischenwirt beteiligt war. Der Ausbruch wurde durch eine gebietsumfassende Schlachtung von mehr als 1,5 Millionen Hühnern Ende Dezember 1997 gestoppt. Das klinische Spektrum der H5N1-Infektion reicht von asymptomatischen Infektionen bis zu tödlicher Pneumonitis und multipler Organversagen. Das reaktive hämophagozytische Syndrom war der charakteristischste pathologische Befund und könnte zur Lymphopenie, Leberfunktionsstörungen und abnormalen Gerinnungsprofilen beigetragen haben, die bei Patienten mit schwerer Infektion beobachtet wurden. Die schnelle Diagnose mit Hilfe der reversen Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion und des immunfluoreszenzbasierten monoklonalen Antikörpertests hatte großen klinischen Wert bei der Bewältigung des Ausbruchs. Die Erfahrung des H5N1-Ausbruchs in Hongkong unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Überwachung von Influenza-Virus-Stämmen bei Menschen und anderen Tierarten.
Paul K.S. Chan (Mi,) untersuchte diese Frage.