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Die chilenische Lachsindustrie hat eine schnelle Entwicklung durchgemacht, wodurch das Land zum zweitgrößten Produzenten von Zuchtlachs weltweit geworden ist, aber dieses Wachstum wurde von einem intensiven Einsatz von Antibiotika begleitet. Dieser Übergebrauch ist so signifikant geworden, dass die chilenische Lachs-Aquakultur derzeit eine der höchsten Antibiotikaverbrauchsraten pro Tonne geernteten Fisches weltweit aufweist. Diese Übersicht konzentriert sich darauf, die Verwendung von Antibiotika und den aktuellen Stand des wissenschaftlichen Wissens über die Inzidenz von antimikrobieller Resistenz und assoziierten Genen in den chilenischen Salmonidenfarmen zu diskutieren. In den letzten Jahren gab es einen kontinuierlichen Anstieg der Menge an Antimykotika, die von chilenischen Salmonidenfarmen verwendet wurden, von 143,2 Tonnen im Jahr 2010 auf 382,5 Tonnen im Jahr 2016. Im Jahr 2016 nutzten chilenische Unternehmen etwa 0,53 kg Antibiotika pro Tonne geernteten Lachs, 363,4 Tonnen (95 %) wurden in marinen Betrieben eingesetzt und 19,1 Tonnen (5 %) in Süßwasserbetrieben, die der Smolt-Produktion gewidmet sind. Florfenicol und Oxytetracyclin waren mit Abstand die am häufigsten verwendeten Antibiotika im Jahr 2016 (82,5 % bzw. 16,8 %), hauptsächlich zur Behandlung von Piscirickettsia salmonis, die derzeit als die Hauptbedrohung für diese Industrie angesehen wird. Der zunehmende Ausbau dieser Industrie in Chile, sowie der intensive Einsatz von Antimikrobiellen, sind jedoch nicht von der notwendigen wissenschaftlichen Forschung begleitet worden, die erforderlich wäre, um die Auswirkungen des intensiven Einsatzes von Antibiotika in dieser Industrie zu verstehen. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden mehrere Studien zum Thema antimikrobielle Resistenz und den Resistomen in der Süß- und Meeresumwelt, die von der Lachsproduktion betroffen sind, durchgeführt, aber Informationen über die ökologischen und Umweltauswirkungen des Antibiotikaeinsatzes in der Fischzucht sind nach wie vor rar. Darüber hinaus wurden Studien zur antimikrobiellen Empfindlichkeit von bakteriellen Krankheitserregern, hauptsächlich P. salmonis, entwickelt, jedoch zielten viele dieser Studien darauf ab, ihre epidemiologischen Grenzwerte festzulegen. Zusammenfassend sind dringend weitere Studien erforderlich, die sich hauptsächlich mit dem Verständnis der Evolution und Epidemiologie von Resistenzgenen in der chilenischen Salmonidenproduktion befassen und die Machbarkeit eines Zusammenhangs zwischen diesen Genen bei Bakterien aus Salmonidenfarmen sowie menschlichen und Fischpathogenen untersuchen.
Miranda et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.