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In der Aphasie-Literatur wird angenommen, dass ein Defekt der Sprachwiederholung das Hauptmerkmal der Leitungssprachstörung darstellt. Die Leitungssprachstörung wurde häufig als Sprachbeeinträchtigung aufgrund von Läsionen des arcuaten Fasciculus (AF) interpretiert, die rezeptive Sprachareale von expressiven trennen. Moderne neuroradiologische Studien deuten darauf hin, dass der AF die posterioren rezeptiven Areale mit den prämotorischen/motorischen Arealen verbindet und nicht mit Broca's Bereich. Einige klinische und neurophysiologische Befunde stellen die Rolle des AF beim Sprachtransfer in Frage. Ungewöhnliche Fälle einer interhemisphärischen Dissoziation der Sprachlateralisation (z. B. Broca's Bereich in der linken und Wernicke's Bereich in der rechten Hemisphäre) wurden ohne offensichtliche Wiederholungsdefekte berichtet; elektrokortikale Studien haben gezeigt, dass der AF nicht nur Informationen von den temporalen zu den frontalen Arealen überträgt, sondern auch in die entgegengesetzte Richtung; der Transfer von Sprachinformationen vom Temporallappen zum Frontallappen nutzt zwei unterschiedliche Ströme, und eine Leitungssprachstörung kann in Fällen von kortikalen Schäden ohne subkortikale Ausdehnung auftreten. Insgesamt können diese Befunde darauf hindeuten, dass der AF für die Wiederholung nicht erforderlich ist, obwohl er eine untergeordnete Rolle dabei spielen könnte. Ein neues Modell des Sprachnetzwerks wird vorgeschlagen, das betont, dass der AF hintere Hirnareale über eine Relaisstation in den prämotorischen/motorischen Arealen mit Broca's Bereich verbindet.
Bernal et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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