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Mehrere Theoretiker haben behauptet, dass Männer von Natur aus mehr über die sexuelle Untreue eines Partners verärgert sind und Frauen mehr über die emotionale Untreue eines Partners, weil die Geschlechter unterschiedlichen Anpassungsproblemen gegenüberstanden (für Männer: Ehebruch; für Frauen: Verlust der Ressourcen eines Partners). Die vorliegende Arbeit untersuchte diese Theorie der Eifersucht als spezifisches, angeborenes Modul bei 196 erwachsenen Männern und Frauen mit homosexueller und heterosexueller Orientierung. Wie in früheren Arbeiten ergaben die Reaktionen der Heterosexuellen auf eine Zwangswahlfrage zur hypothetischen Untreue einen Geschlechtsunterschied. Es wurden jedoch keine Geschlechtsunterschiede gefunden, als die Teilnehmer persönliche Erfahrungen mit der tatsächlichen Untreue eines Partners recalled. Männer und Frauen, unabhängig von der sexuellen Orientierung, konzentrierten sich im Durchschnitt mehr auf die emotionale Untreue eines Partners als auf die sexuelle Untreue. Die Reaktionen auf hypothetische Untreue waren nicht mit den Reaktionen auf tatsächliche Untreue korreliert. Dieses Ergebnis wirft Zweifel an der Validität der in früheren Forschungen verwendeten hypothetischen Maße auf.
Christine R. Harris (Tue,) untersuchte diese Frage.