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Der mediale temporale Bereich des extrastriären Kortex (MST) enthält Signale, die selektiv für nicht gleichförmige Bewegungsmuster sind, die oft als "optischer Fluss" bezeichnet werden. Das Vorhandensein einer solchen Anpassung impliziert jedoch nicht notwendigerweise eine Beteiligung an der Wahrnehmung. Um die Beziehung zwischen diesen selektiven neuronalen Signalen und der Wahrnehmung von optischem Fluss zu quantifizieren, entwarfen wir eine diskriminative Aufgabe, die es uns ermöglichte, gleichzeitig neuronale und Verhaltenssensitivitäten gegenüber nahezu Schwellenwert-optischen Flussreizen zu erfassen, die auf die Präferenzen der MST-Zellen abgestimmt waren. In dieser Zwei-Alternative-Zwangswahlaufgabe kontrollierten wir die Salienz global gegenteiliger Muster (z.B. Expansion und Kontraktion), indem wir die Kohärenz der Bewegung variierten. Mit diesen Stimuli konnten wir sowohl die Sensitivität der neuronalen Signale im MST mit der Verhaltenssensitivität des Tieres in Beziehung setzen als auch die Trial-für-Trial-Korrelation zwischen neuronalen Signalen und Verhaltensentscheidungen messen. Neuronen im MST zeigten eine Vielzahl von Sensitivitäten gegenüber diesen komplexen Bewegungsstimuli. Viele Neuronen hatten Sensitivitäten, die dem Schwellenwert des Affen entsprachen oder überlegen waren. Andererseits war die Trial-für-Trial-Korrelation zwischen neuronaler Entladung und Entscheidung ("Wahlwahrscheinlichkeit") schwach oder nicht vorhanden in unseren Daten. Zusammen führen uns diese Ergebnisse zu dem Schluss, dass das MST ausreichend Informationen für Schwellenurteile des optischen Flusses enthält; jedoch könnte die Rolle der MST-Aktivität in der optischen Flussdiskrimination weniger direkt sein als in anderen visuellen Bewegungsaufgaben, die zuvor von anderen Laboren beschrieben wurden.
Heuer et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.