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Die Fähigkeit individueller Organismen, morphologische und lebensgeschichtliche Merkmale als Reaktion auf die Bedingungen, die sie erfahren, zu verändern, ist ein Beispiel für phänotypische Plastizität, die für die Fähigkeit jeder Population, mit kurzfristigen Umweltveränderungen umzugehen, grundlegend ist. Wir wissen derzeit wenig über die Häufigkeit sowie die evolutionären und ökologischen Ursachen und Folgen der Variation in der Lebensgeschichtsplastizität in der Natur. Hier skizzieren wir einen analytischen Rahmen, der das Konzept der Reaktionsnorm und zufällige Regressionsstatistikmodelle nutzt, um die interindividuelle Variation in der Lebensgeschichtsplastizität zu bewerten, die den populationsebene Reaktionen auf die Umwelt sowohl auf phänotypischer als auch auf genetischer Ebene zugrunde liegen könnte. Wir diskutieren Anwendungen dieses Rahmens bisher in wilden Wirbeltierpopulationen und veranschaulichen, wie natürliche Selektion und ökologische Einschränkung die Reaktion einer Population auf die Umwelt durch ihre Auswirkungen auf individueller Ebene verändern können. Schließlich präsentieren wir zukünftige Richtungen und Herausforderungen für die Forschung zur individuellen Plastizität.
Nussey et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.