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Atopische Dermatitis (AD) ist eine chronische, autoimmunerkrankung, die eine hohe Belastung für Einzelpersonen, die Gesellschaft und das Gesundheitswesen darstellt. Etwa 4,4 % der Erwachsenen und bis zu 18,6 % der Kinder/Jugendlichen haben in Europa AD, wobei 20 % aller Fälle auf moderate bis schwere Formen entfallen. Diese Form der Erkrankung bei Erwachsenen führt zu jährlichen gesamtgesellschaftlichen Kosten in Europa von schätzungsweise 30 Milliarden €; 15,2 Milliarden € entfallen auf versäumte Arbeitstage oder verringerte Arbeitsproduktivität, 10,1 Milliarden € auf direkte medizinische Kosten und 4,7 Milliarden € auf persönliche Ausgaben von Patienten/Familien. AD kann auch die physische, emotionale und soziale Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass der lähmende Juckreiz-Kratzen-Zyklus die Hauptursache für die vielfältige Belastung ist, da er zu erheblichen Schlafstörungen und Stigmatisierung aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes der Haut sowie zu Vertrauensproblemen führt. Diese Faktoren führen zu psychosozialen Problemen und können sich im Laufe der Zeit kumulieren und verhindern, dass Patienten ihr 'vollständiges Lebenspotenzial' erreichen. Trotz dessen werden viele Patienten mit der Erkrankung unzureichend behandelt, was zu unkontrollierten Symptomen und einer weiteren Belastung für Patienten, Gesellschaft und Wirtschaft führt. Die Autoren dieses Weißbuches sind die European Atopic Dermatitis Working Group, ein Netzwerk internationaler Spezialisten mit Fachkenntnissen in Dermatologie und gesundheitspolitischen Entscheidungen. Ihr Aktionsprogramm konzentriert sich darauf, ihr Fachwissen zu nutzen, um Konsens zu bilden, die Forschung voranzutreiben, Wissen auszutauschen und letztendlich die Ergebnisse der AD-Versorgung durch Erreichung einer langfristigen Symptomkontrolle zu verbessern. Dieses Weißbuch bietet eine systematische Bewertung der gesamten finanziellen und humanistischen Belastung durch moderate bis schwere AD und der aktuellen Herausforderungen, die bei der AD-Versorgung bestehen. Es werden Empfehlungen vorgestellt, wie Schlüsselakteure und politische Entscheidungsträger gemeinsam Verbesserungen im Management von AD unterstützen können, um eine bessere Krankheitskontrolle zu erreichen und somit die Kosten und die damit verbundene Belastung für Einzelpersonen, Gesellschaft und Wirtschaft zu reduzieren.
Augustin et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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