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Nach jahrzehntelangem Vernachlässigen steht die Bürgerbildung wieder auf der Agenda der Politikwissenschaft in den Vereinigten Staaten. Trotz erheblicher Zuwächse in der formalen Bildungsqualifikation der US-Bevölkerung in den letzten 50 Jahren hat sich das Niveau des politischen Wissens kaum verändert. Die heutigen Hochschulabsolventen wissen nicht mehr über Politik als die Abiturienten von 1950. Jüngste Forschungen zeigen, dass das Niveau des politischen Wissens die Akzeptanz demokratischer Prinzipien, Einstellungen zu bestimmten Themen und die politische Teilnahme beeinflusst. Es gibt Hinweise darauf, dass politische Teilnahme teilweise ein positional Güter ist und durch relative sowie absolute Bildungsniveaus geprägt wird. Im Gegensatz zu den Ergebnissen vor 30 Jahren deuten aktuelle Forschungen darauf hin, dass traditionelle, auf dem Klassenzimmer basierende Bürgerbildung das politische Wissen erheblich steigern kann. Service-Learning – eine Kombination aus gemeinschaftsbasierten bürgerlichen Erfahrungen und systematischer Reflexion im Unterricht über diese Erfahrungen – ist eine vielversprechende Innovation, jedoch haben Programmevaluationen gemischte Ergebnisse geliefert. Langjährige Ängste, dass Privatschulen keine demokratischen Bürger formen werden, werden durch die Beweise nicht gestützt.
William A. Galston (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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