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Es besteht ein klinischer Bedarf an neuen, wirksameren Behandlungen für chronische und beeinträchtigende entzündliche Darmerkrankungen (IBD), einschließlich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Eine gezielte Arzneimittelabgabe an den entzündeten Darm könnte die therapeutischen Ergebnisse verbessern und die systemische Toxizität minimieren. Wir berichten über die Entwicklung eines entzündungszielenden Hydrogels (IT-Hydrogel), das als Arzneimittelsystem für den entzündeten Kolon fungiert. Hydrogel-Mikrofibren wurden aus Ascorbylpalmitaat erzeugt, einem Amphiphil, das von der U.S. Food and Drug Administration allgemein als sicher (GRAS) anerkannt ist. IT-Hydrogel-Mikrofibren, die mit dem entzündungshemmenden Kortikosteroid Dexamethason (Dex) beladen sind, waren stabil, gaben das Arzneimittel nur bei enzymatischer Verdauung frei und zeigten eine bevorzugte Haftung an entzündeten epithelialen Oberflächen in vitro sowie in zwei Maus-Modellen für Colitis in vivo. Dex-beladene IT-Hydrogel-Einläufe, jedoch nicht freie Dex-Einläufe, die jeden zweiten Tag Mäusen mit Colitis verabreicht wurden, führten zu einer signifikanten Reduktion der Entzündung und waren mit niedrigeren Dex-Spitzenserumkonzentrationen verbunden, und somit einer geringeren systemischen Arzneimittelbelastung. Die Ex-vivo-Analyse von Kolon-Gewebeproben von Patienten mit Colitis ulcerosa zeigte, dass IT-Hydrogel-Mikrofibren bevorzugt an der Mukosa von entzündeten Läsionen im Vergleich zu histologisch normalen Stellen haften. Die IT-Hydrogel-Arzneimittelabgabetechnologie stellt einen vielversprechenden Ansatz für zielgerichtete, einlaufbasierte Therapien bei Patienten mit kolonischer IBD dar.
Zhang et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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