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Ziele Die lebenslangen gesundheitlichen Folgen von belastenden Kindheitserfahrungen werden zunehmend erkannt, einschließlich einer früheren und häufigeren Entwicklung von nichtübertragbaren Krankheiten. Unser Ziel war es, zu untersuchen, ob belastende Kindheitserfahrungen mit einer erhöhten Inanspruchnahme von primärer, Notfall- und stationärer Versorgung verbunden sind und in welchem Alter diese Auswirkungen sichtbar sind. Methoden In 2015 wurden Haushaltsbefragungen mit 7414 Erwachsenen, die in Wales und England leben, durchgeführt, wobei eine Zufallsstichprobe mit stratifizierter Wahrscheinlichkeit (Alter 18–69 Jahre) verwendet wurde. Neun belastende Kindheitserfahrungen (einschließlich Kindermissbrauch und Stressoren im Haushalt) sowie drei Arten von Gesundheitsdienstnutzungen in den letzten 12 Monaten wurden bewertet: Anzahl der Arztbesuche (GP), Notaufnahmen (ED) und Nächte im Krankenhaus. Ergebnisse Die Nutzungsniveaus stiegen mit zunehmender Anzahl erlebter belastender Kindheitserfahrungen. Im Vergleich zu Personen ohne belastende Kindheitserfahrungen lagen die Chancen (±95% CI) für häufige GP-Nutzung (≥6 Besuche), jede ED-Attende oder jeden Übernachtungsaufenthalt im Krankenhaus bei 2,34 (1,88–2,92), 2,32 (1,90–2,83) und 2,67 (2,06–3,47) bei Personen mit ≥ 4 belastenden Kindheitserfahrungen. Die Unterschiede waren unabhängig von sozioökonomischen Maßnahmen zur Deprivation und anderen Demographien. Höhere Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten bei Personen mit ≥ 4 belastenden Kindheitserfahrungen (im Vergleich zu keinen belastenden Kindheitserfahrungen) war im Alter von 18–29 Jahren evident und setzte sich bis zu 50–59 Jahren fort. Demografisch angepasste Mittelwerte für ED-Attenden stiegen von 12,2% der 18-29-Jährigen ohne belastende Kindheitserfahrungen auf 28,8% derjenigen mit ≥ 4 belastenden Kindheitserfahrungen. Im Alter von 60–69 Jahren war nur der Übernachtungsaufenthalt im Krankenhaus signifikant (9,8% vs. 25,0%). Fazit Neben den akuten Auswirkungen von belastenden Kindheitserfahrungen auf die Gesundheit von Kindern bietet eine Lebenslaufperspektive einen überzeugenden Fall für Investitionen in sichere und förderliche Kindheiten. Disproportionale Gesundheitsausgaben im späteren Leben könnten durch Interventionen in der Kindheit zur Verhinderung belastender Kindheitserfahrungen reduziert werden.
Bellis et al. (Sat,) studied this question.
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