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Die zunehmende Lebensmittelverschwendung stellt eine große Bedrohung für Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit dar. Um das Problem zu erkennen, fordert das Nachhaltigkeitsziel 12 der Vereinten Nationen, die globale Lebensmittelverschwendung bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Diese Situation hat auch den Anstoß zu akademischer Forschung über Lebensmittelverschwendung bei Verbrauchern sowohl im Haushalts- als auch im Außer-Haus-Bereich gegeben. Allerdings bleiben Lebensmittel-Liefer-Apps (FDA) aus dieser Perspektive unterforscht. Dies ist eine ernsthafte Lücke, denn die Betriebsweise eines Geschäftsmodells, das von Natur aus Lebensmittelüberbestellungen begünstigt, kann FDAs zu einer wichtigen Quelle für Lebensmittelverschwendung machen. Das Verständnis der nachfrageseitigen Faktoren, die Verbraucher dazu bewegen, mehr Lebensmittel zu bestellen als zur Stiller ihrer Hunger benötigt wird, kann nützlich sein, um solche verschwenderischen Ausgaben zu mindern. In diesem Sinne erweitern wir die grundlegende Theorie des geplanten Verhaltens (TPB), um direkte und intervenierende Mechanismen vorzuschlagen, die besser erläutern können, warum Verbraucher sich in eine 'Einkaufsroutine' begeben, bei der sie mehr Lebensmittel bestellen als erforderlich. Wir analysierten Daten von 487 FDA-Nutzern, um die vorgeschlagenen Hypothesen zu testen. Unsere Ergebnisse zeigen die positiven Assoziationen von (a) Einstellung und subjektiven Normen mit den Nutzungsabsichten und (b) Vertrauen, Absichten und der Routine zur Wiederverwendung von Resten mit der Einkaufsroutine. Darüber hinaus moderieren beide vorgeschlagenen Moderatoren - d.h. die Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Verpackungen und die Anzahl der Jahre der FDA-Nutzung - tatsächlich die Assoziationen der Routine zur Wiederverwendung von Resten sowohl mit den Nutzungsabsichten als auch mit der Einkaufsroutine. Diese Ergebnisse können Marketingexperten und Entscheidungsträgern helfen, geeignete Strategien zu entwickeln, um umweltfreundliche Verhaltensweisen unter FDA-Nutzern zu fördern, ohne die kommerziellen Interessen des Sektors zu schädigen.
Shankar et al. (Samstag) haben diese Frage untersucht.