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Die Immunantwort ist ein dynamisches System, das die Integrität des Körpers aufrechterhält und spezifisch gegen Infektionen kämpft. Eine unausgeglichene Immunantwort des Wirts ist jedoch bei vielen Krankheiten hervorgehoben. Verschärfte Reaktionen führen zu Autoimmun- und Allergieerkrankungen, während niedrige oder ineffiziente Reaktionen opportunistische Infektionen und virale Reaktivierungen begünstigen. Konfliktive Situationen können ebenfalls auftreten, wie bei Sepsis, wo Entzündung und kompensatorische Immunsuppression die Bereitstellung der geeigneten Arzneimitteltherapie erschweren. Bis heute bleibt die Bewertung des Immunprofils von Patienten eine Herausforderung. Dies liegt insbesondere an der interindividuellen Variabilität - ein Schlüsselmerkmal des Immunsystems - welche eine präzise Diagnose, Prognose und therapeutische Stratifikation erschwert. Unsere Unfähigkeit, die Wirtsantwort praktisch zu interpretieren, könnte zu einer hohen Morbidität und Mortalität beitragen, wie den jährlichen 6 Millionen weltweit Todesfällen allein durch Sepsis. Daher gibt es eine hohe und steigende Nachfrage nach der Bewertung der Immunfunktion von Patienten in der routinemäßigen klinischen Praxis, die derzeit durch immunfunktionelle Assays erfüllt wird. Immunfunktionelle Assays (IFA) bieten eine Fülle von Potenzialen, die die präzise Diagnose von Infektionen sowie die Vorhersage sekundärer und latenter Infektionen umfassen. Derzeit verfügbare Produkte sind der indirekten Erkennung von Erregern gewidmet, wie den Mycobacterium tuberculosis Interferon-Gamma-Freisetzungsassays (IGRA). Darüber hinaus kann die Identifizierung des Status und der zugrunde liegenden Faktoren der Immunfunktionsstörung (z. B. bei septischen Patienten) gezielte immuntherapeutische Ansätze leiten. Werkzeuge zur Überwachung und Stratifikation des immunologischen Status werden derzeit untersucht, haben jedoch noch viele Einschränkungen wie technische Standardisierung, Relevanz der Biomarker, systematische Interpretation und müssen vereinfacht werden, um die Grenzen der „gesunden“, „kranken“ und „kritisch kranken“ Reaktionen festzulegen. Daher stellt das Design neuer Werkzeuge, die umfassende Einblicke in die Immunfunktionalität am Patientenbett und in zeitgerechter Weise bieten, einen Fortschritt in Richtung Immunprofilierung von Patienten dar.
Vega et al. (Diens,) haben diese Frage untersucht.
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