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Hitzeschockproteine (HSP) HSP27 und HSP70 werden als Reaktion auf eine Vielzahl von physiologischen und umweltbedingten Belastungen einschließlich der chemotherapeutischen Behandlung von Krebs exprimiert, wodurch die Zelle unter tödlichen Bedingungen überleben kann. Mehrere Mechanismen erklären den zytoprotektiven Effekt von HSP27 und HSP70. (1) Beide Proteine sind starke Chaperone. (2) Sie hemmen beide Schlüsselfaktoren der apoptotischen Maschinerie auf prä- und post-mitochondrialer Ebene. (3) Sie nehmen an der proteasomalen Degradation von Proteinen unter Stressbedingungen teil und tragen dadurch zur sogenannten "Proteintriage" bei. In Krebszellen ist die Expression von HSP27 und/oder HSP70 abnormal hoch, und sowohl HSP27 als auch HSP70 können an der Onkogenese und an der Chemotherapie-Resistenz beteiligt sein. In Tiermodellen erhöht die Überexpression von HSP27 oder HSP70 das Tumorwachstum und das metastatische Potential. Die Depletion oder Hemmung von HSP27 und HSP70 verringert häufig die Größe der Tumoren und kann sogar deren vollständige Involution (für HSP70) verursachen. Daher ist die Hemmung von HSP70 und HSP27 zu einer neuartigen Strategie der Krebstherapie geworden.
Garrido et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.