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In den letzten Jahren haben mehrere katastrophale Einstürze bestehender Brücken die Notwendigkeit schneller Risikoanalyse-Methoden hervorgehoben, die Infrastrukturmanagern bei der Priorisierung detaillierter Bewertungen und ggf. von Risikominderungsmaßnahmen helfen sollen. Ein großer Teil der bestehenden Straßenbrücken wurde zwischen den 1960er und 1980er Jahren erbaut und hat somit bereits ihre Entwurfslebensdauer erreicht oder sogar überschritten. Mehrere Studien haben auch gezeigt, dass Brücken oft aufgrund natürlicher oder menschengemachter Ereignisse, wie Überschwemmungen, Kollisionen oder Überlastung, einstürzen, die neben Erdbeben bei der Risikoabschätzung entsprechend berücksichtigt werden sollten. Dies erfordert multi-hazard Ansätze, die eine integrierte Perspektive des Risikos von Brückenportfolios bieten, um kritische Strukturen zu identifizieren und Entscheidungsträger zu unterstützen. Diese Studie schlägt eine risikobasierte Priorisierungsmetodik für mehrere Gefahren zur Anwendung auf eine große Anzahl von Brücken unter eingeschränktem Wissensstand vor. Konkret wird das Risikoniveau durch Indizes quantifiziert, die Unsicherheiten berücksichtigen und die für Vergleichszwecke zwischen Brücken verwendet werden. Die Methodik wird auf ein Autobahnbrückenportfolio in Norditalien angewandt, das ein risikobasiertes Ranking erzeugt, das kritisch diskutiert wird. Die Analyseergebnisse werden dann mit dem Ergebnis der aktuellen italienischen Richtlinien zur Sicherheitsbewertung und Wartung bestehender Brücken verglichen. • Risikoabschätzung bei mehreren Gefahren für bestehende Straßenbrücken zur Priorisierung. • Vorschlag und Untersuchung alternativer Formulierungen eines multi-hazard Risikoindex. • Anwendung auf Brückenportfolio unter Verkehrs-, Erdbeben-, Brand- und Einschlaggefahren. • Brückenranking und -klassifizierung basierend auf statistischen Schwellenwerten. • Einbeziehung von Daten aus visuellen Inspektionen.
Grieco et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.