Eine genaue Modellierung des biologischen Alters hat klinischen Wert für die Risikostratifizierung, personalisierte Prävention und Interventionsplanung und fördert die proaktive Gesundheitsversorgung bei Alterung und altersbedingten Erkrankungen. Da das Altern multidimensional ist, sind robuste und interpretierbare multimodale Ansätze erforderlich. Wir untersuchten 908 nicht demente ältere Erwachsene (> 60 Jahre) und erfassten Daten zu Gang, Augenbewegungen, Ruhezustands-Funktioneller Konnektivität (rs-FC) und Plasmabiomarkern (neurofilament light chain, NfL, und gliazell-spezifisches saure Protein, GFAP). Vierzehn Gangmerkmale, zwei Augenbewegungsmerkmale, 19 rs-FC-Merkmale und Plasmagfap-Level korrelierten signifikant mit dem Alter (p). Ein einzelner Augenbewegungsbereich erreichte eine Vorhersagegenauigkeit von R2 = 0,606; MAE = 3,060. Ein kombiniertes multimodales Modell erzielte deutlich höhere Genauigkeit (R2 = 0,814; MAE = 1,902). Diese Ergebnisse zeigen, dass die Integration physiologischer, neurologischer und Biomarker-Daten die Modellierung des biologischen Alters erheblich verbessert und die Entwicklung umfassender Rahmenwerke zur besseren Bewertung des Alterns sowie zur gezielten, zeitgerechten Prävention unterstützt.
Lin et al. (Sat,) untersuchten diese Fragestellung.