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In einkommensschwachen und mittleren Ländern (EML) ist die neonatalen Sterblichkeit gesunken, während die Zahl der Kinder unter fünf Jahren mit Entwicklungsbehinderungen unverändert bleibt. Die ersten tausend Tage sind ein kritisches Fenster für die Gehirnentwicklung, in dem Interventionen besonders effektiv sind. Frühe Kindheitsinterventionen (FKI) werden durch wissenschaftliche, menschenrechtliche, humanitäre und programmatische Begründungen unterstützt. In einkommensstarken Ländern wird empfohlen, dass FKI für hochriskante Säuglinge in der neonatalen Phase beginnen und spezialisierte Interventionen für Kinder mit Entwicklungsbehinderungen bereits ab einem Alter von drei Monaten durchgeführt werden; weitere Daten sind nötig, um den Zeitpunkt der FKI in EML zu bestimmen. Neuere Erkenntnisse unterstützen gemeindebasierte FKI, die sich auf Peer-Unterstützung, responsive Pflege und die Verhinderung sekundärer Morbiditäten konzentrieren. Eine Kombination aus individuellen Hausbesuchen und gemeindebasierten Gruppen dürfte die beste Strategie für die Durchführung von FKI sein, aber es sind mehr Beweise erforderlich, um starke Empfehlungen zu formulieren, insbesondere zur Dosierung der Interventionen. Es wird dringend mehr Daten über Inhalte, Auswirkungen und Umsetzung von FKI in EML für hochriskante Säuglinge benötigt. Die Entwicklung von FKI für Risikogruppen wird auf bewährten Verfahren der universellen frühkindlichen Entwicklung basieren, wird jedoch voraussichtlich eine Anpassung an lokale Kontexte erfordern.
Kohli-Lynch et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.