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Das Entstehen von "moralischer Führung", hier als eine Situation diskutiert, in der Individuen eine moralische Haltung zu einem Thema einnehmen, andere überzeugen, dasselbe zu tun, und gemeinsam Veränderungen in einem moralischen System vorantreiben, ist in der Praxis weit verbreitet. Bestehende Theorien zur ethischen und moralischen Führung blieben jedoch auf mikro-level Forschung beschränkt. Daher entwickeln wir in diesem Papier eine Prozesstheorie des sozial situativen Entstehens von moralischer Führung und deren Entwicklung zu einer breiteren Bewegung, die moralische Systeme innerhalb und über formelle Organisationen hinweg beeinflusst. Wir theorieren die Wege, durch die moralische Führung entsteht; die Auslöser, die moralisches Bewusstsein und den moralischen Mut hervorrufen, eine alternative moralische Haltung zu einem Thema anzubieten, und die Fähigkeit von Führungskräften, Anhänger und deren moralische Überzeugungen geschickt in eine breitere Bewegung zu verbinden, sodass sich ein moralisches System von innen heraus verändert. Mit unserer Prozesstheorie überbrücken wir zwischen Mikro- und Makroebenen der Analyse und heben die entscheidende Fähigkeit der Führungskräfte hervor, sowohl prinzipienfest als auch pragmatisch versiert zu sein, und somit in der Lage zu sein, zwischen ihren eigenen moralischen Überzeugungen und denen anderer zu vermitteln, um einen gemeinsamen und gegenseitig bindenden Boden für Veränderungen zu entwickeln.
Solinger et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.