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Zusammenfassung Der positive Effekt öffentlicher Forschung auf industrielle Innovationen ist unbestreitbar: Öffentliche Forschungseinrichtungen produzieren Wissen, das anschließend in Produkt- und Prozessinnovationen durch private Unternehmen umgesetzt wird. Neben dieser eher passiven Rolle bei der Kommerzialisierung von Erfindungen können öffentliche Forschungseinrichtungen auch proaktiv neues Wissen durch Aktivitäten im öffentlichen Sektor nutzen. Insbesondere unternehmerische Universitäten gelten als Übertragungsstelle für Wissensspillover; sie fungieren als zentrale Akteure von Innovationsnetzwerken und stimulieren Netzwerkaktivitäten. Während die Verknüpfungen zwischen Netzwerkverankertung und Innovationsaktivitäten weitgehend untersucht wurden, bleiben die Determinanten der Patentqualität hinsichtlich Radikalität, Originalität und Allgemeinheit eher unklar. Angesichts der vielfältigen öffentlichen Forschungsinfrastruktur Deutschlands (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) zeigen unsere Ergebnisse, dass der Typ der Institution und die entsprechende wissenschaftliche Orientierung (Grundforschung vs. angewandte Forschung) für die Qualität von Erfindungen von Bedeutung sind. Die Zentralität der jeweiligen Institutionen innerhalb von Innovationsnetzwerken verstärkt die Radikalität der Erfindungen. Wir finden jedoch keine Unterstützung für die allgemeine Annahme, dass eine unternehmerische Orientierung öffentlicher Sektoreinheiten die Qualität von Erfindungen erhöht. Wir schließen das Papier mit politischen Empfehlungen und zukünftigen Forschungsansätzen. Zusammenfassung in verständlichem Englisch Diese Studie untersucht die Beziehung zwischen Netzwerkverankertung, wissenschaftlicher Orientierung, unternehmerischer Orientierung und der Qualität von Erfindungen der öffentlichen Forschung. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Fokus auf Grundforschung Erfindungen hervorbringt, die radikaler sind, und eine zentralere Netzwerkposition die Produktion radikalerer, originellerer und allgemeinerer Patente verstärkt. Im Gegensatz dazu scheint eine unternehmerische Orientierung die Qualität von Erfindungen nicht zu fördern. Unsere Ergebnisse geben Anstoß zu differenzierten Politiken des Unternehmertums im öffentlichen Sektor, die den Typ der Institution und das optimale Maß der regionalen Vernetzung berücksichtigen. Ein alleiniger Fokus auf die unternehmerische Transformation öffentlicher Forschungseinrichtungen reicht möglicherweise nicht aus, um das volle Potenzial des dort geschaffenen Wissens zu heben. Stattdessen ist mehr Unterstützung und Anleitung zur Schaffung von Verbindungen mit anderen Netzwerkakteuren erforderlich, zusammen mit Anreizen zur Kommerzialisierung neuen Wissens.
Graf et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.